BIOGRAPHIE René Pascal


René Pascal hat sich in seiner mittlerweile 25 Jahre andauernden Karriere längst einen Namen im deutschen Schlagergeschäft gemacht. Nicht nur durch das Fernsehen ist der „Schlagergott aus dem Kohlenpott“ einem breiten Publikum bekannt geworden; viele seiner Titel gehören inzwischen zum Stamm-Repertoire der Radiosender und die Fans kommen von überall her, um René Pascal in seiner Musikkneipe „Drehscheibe“ oder bei einem seiner Auftritte persönlich zu erleben und kennen zu lernen.

 

Seine Liebe zur Musik kommt nicht von ungefähr. Nachdem es ihn schon in früher Jugend aus seinem Geburtsort Lüchow/Niedersachsen ins Ruhrgebiet verschlagen hatte, arbeitete René neben seiner Ausbildung zum Friseur als Disc-Jockey, legte Schallplatten in verschiedenen Clubs und Diskotheken auf und knüpfte erste Kontakte in die Musikszene. Schlagerstars wie Petra Pascal, René Carol und Jack White – der heute weniger noch als Sänger, dafür aber um so mehr als Produzent und Songschreiber bekannt ist – konnte er für Auftritte gewinnen, leitete zeitweise sogar ihre Fanclubs. Aus seiner Leidenschaft für Petra Pascal und René Carol leitet sich daher auch sein späterer Künstlername René Pascal ab. Seinem Debut als Sänger gingen aber noch viele Jahre der DJ-Tätigkeit voraus.

 

René mit Petra Pascal in den 70er Jahren René mit Petra Pascal in den 70er Jahren

 

René Pascal arbeitete in den 70er und 80er Jahren für renommierte Diskotheken in Essen und Oberhausen und traf den Nerv des Publikums, denn anstatt schlichtweg seine Musikauswahl zu präsentieren, ließ er sich auch nicht nehmen, selbst zum Mikrofon zu greifen und sein Publikum gesanglich zu unterhalten. Von Freunden ermutigt, fasste er schließlich den Entschluss, eigene Aufnahmen zu produzieren. Nach ersten Probeaufnahmen im Jahr 1987 - darunter u. a. die Titel "Du bist ganz anders als ich" und "Auch bei dir klopft ein Mann an die Tür", die schon in geringer Stückzahl auf Platte gepresst wurden - waren es zwei Titel des italienischen Sängers Bobby Solo, die für seine erste kommerzielle Single unter dem Künstlernamen „René Pascal“ ausgewählt wurden: „Rot war Dein Mund“ als A-Seite und „Adios Muchachos“ auf der Rückseite, erschienen 1988 auf dem Essener Musiklabel TEM.

 

Dass René Pascals Lieder beim Stammpublikum ankommen würden, war vorhersehbar; aber René verfolgte höhere Ziele, nahm seinen Mut und ein paar Platten zusammen und fuhr höchstpersönlich zum Westdeutschen Rundfunk nach Köln, um seine Platte für den Rundfunk vorzuschlagen. Und er hatte Erfolg: seine Lieder schafften den Sprung in die Playlisten von WDR4. Unterstützt von seinen Fans wählte René schnell die nächsten Lieder für eine Nachfolgeplatte – die 1989 herauskam – aus. Diesmal waren es eine deutsche Fassung des Fats Domino-Klassikers „Jambalaya“ und das Lied „Geh’ nicht an mir vorüber“, das auf der Platte als Duett mit Babette Winter angegeben wird. Dahinter verbirgt sich niemand anderes als die weibliche Backgroundstimme des Musikstudios TEM, die René schon damals – und bis heute – immer wieder für verschiedene Aufnahmen begleitet hat und die unter dem Künstlernamen Josée auch schon eigene Tonträger herausgebracht hat.

 

1990 feierte die Deutsche Bundespost ihr 500-jähriges Bestehen. Dies nahm René Pascal zum Anlass, ein Lied eigens dem Thema „Telefon“ zu widmen: „Ich schenke Dir ein rotes Telefon“ kam überall gut an und bei einer Präsentation des Liedes zur Jahresfeier der Bundespost bekam René das „rote Telefon“ als Dank dafür überreicht. Zugleich war dieses Lied das erste in seinem Repertoire, das keine Coverversion ist und speziell von seinem Produzenten Manfred Günter für ihn geschrieben wurde.

 

Es folgten die Singles „Du bist ganz anders als ich“ und „Du hast so wunderschöne blaue Augen“. Letztere nahm René zusammen mit dem Produzententeam Ellen Grey und Michael Brinker auf, die später noch weitere Schlager für ihn schrieben. Nach den Single-Erfolgen wurde erstmals eine LP konzipiert; unter dem Titel „Seine schönsten Lieder“ vereint sie alle bisherigen 12 Aufnahmen des Sängers.

 

Der bekannte Produzent Tex Schultzieg wurde auf René Pascal und seine Achtungserfolge aufmerksam. Er hatte in den 80er Jahren bereits etliche Hits mit bekannten Künstlern und Titeln wie „Adios Amor“ und „Die Fischer von San Juan“ gelandet und auch für René schrieb er auf Anhieb einen Titel, der sofort Anklang fand: „Lady Blue“ wurde 1993 René Pascal's erste CD und innerhalb kürzester Zeit ein Dauerbrenner im Rundfunk. Noch heute gehört „Lady Blue“ zu René's größten Erfolgen, die noch häufig zu hören sind und die bei keinem Auftritt fehlen dürfen. In den Jahren 1994 bis 1997 verließ René sich weiterhin auf das Geschick von Schultzieg und es folgte die Single-CD „Wenn ich wieder bei Dir bin“, die aber an den Erfolg von „Lady Blue“ nicht anknüpfen konnte. Die Produktion der Folgetitel "Das süße Leben" und "Die letzte Rose" verzögerte sich und René hatte die Hoffnung schon aufgegeben, in nächster Zeit wieder eine CD vorlegen zu können. In der Schlagerschmiede von Sängerin Ellen Grey und Michael Brinker, EGM, fand René schließlich doch ein neues Produzententeam. Als die Aufnahmen bei EGM fertiggestellt waren, erschien endlich auch die Maxi-CD mit den Liedern von Schultzieg, gerade rechtzeitig zum 10-jährigen Bühnenjubiläum des Sängers René Pascal...

 

Auch bei EGM kam gleich zu Beginn der Partnerschaft das Album „Gesucht und gefunden“ im Hinblick auf das 10-jährige Jubiläum heraus. Ergänzt um einige neue Schlager, beinhaltet es alle Lieder von 1988 bis 1997, teilweise in der Ursprungsfassung, teilweise aber auch neu abgemischt. Wenig später schrieb das Team Brinker-Grey weitere Erfolge für René, darunter „Ich hab’ die Tränen nicht geseh’n“ (1998), „Der Internet-Song“ (2000) sowie „Mein Name ist Pascal“(1999) – das Lied, das im Laufe der Zeit zu René’s Aushängeschild geworden ist.

 

Die Jahrtausendwende brachte für René einen erneuten Produzentenwechsel mit sich. Der Essener Musiker Dirk Brösing schrieb für ihn eine weitere Single, die noch im Jahr 2000 herauskam: sie beinhaltet den Partyschlager „Nie mehr allein“ sowie eine Neuauflage des 1993er-Erfolges „Lady Blue“ unter dem Titel "Hallo du, Lady Blue", das zunächst jedoch weitgehend unbeachtet blieb. Ein Jahr später bescherte er René mit „Teufel Luise“ einen Sommerhit und 2002 bewarb René dann mit dem „Wochenende in der Kneipe“ praktisch seine eigene Wirtschaft…

 

denn bereits vor – damalig – runden 10 Jahren eröffnete seine erste eigene Gaststätte, die „Drehscheibe“, in Essen-Rüttenscheid. Aus der ganzen Region kommen die Schlagerfans gern in die gemütliche Kneipe, in der René bevorzugt deutschen Schlager, aber auch internationale Popmusik für seine Gäste auflegt und besonders am Wochenende die Stimmung nicht zu überbieten ist, wenn René seine Lieder zum Besten gibt und sich immer freut, seinen Fans persönlich zu begegnen.

 

Im Laufe der Jahre wurde René Pascal mit seinen Liedern nicht nur zu einem festen Bestandteil der Radiosender, sondern konnte auch etliche Fernsehauftritte verbuchen. Die Zuschauer sahen ihn in der „Schlagerparade“ bei Jürgen Drews gleichermaßen wie bei den Talkshow-Kollegen Hans Meiser, Vera Int-Veen, Andreas Türck und vielen anderen. Die TV-Sender berichteten in Reportagen über René und seine Fans und besonders in den damals noch beliebten "Offenen Kanälen" in Essen und Marl war oft gern gesehener musikalischer Gast. Zudem häuften sich seine musikalischen Auftritte auf verschiedensten Bühnen; seine Lieder kommen auf Stadtteilfesten und Schlagerparaden, aber auch auf kleineren Veranstaltungen bestens an.

 

Einen besonderen Höhepunkt erfuhr René Pascal’s Karriere dann im Jahre 2003: Stefan Raab wurde durch einen seiner Auftritte bei Ricarda und Ricardo in der Sendung "Musik Express TV", die regelmäßig vom Offenen Kanal Marl ausgestrahlt wurde, auf ihn aufmerksam und lud ihn zur Verleihung des „Goldenen Raabs der Woche“ gleich drei Mal in seine Sendung „TV total“ ein. Es war Ehrensache, dass René dort nicht nur als Interviewpartner fungierte, sondern immer wieder auch Gelegenheit bekam, seine Lieder zu präsentieren. Auch in den folgenden Jahren war René immer wieder zu Gast bei Stefan Raab, traf dort auf US-Popstar Pink und begeisterte vor allem das jüngere Publikum.

 

Die Auftritte bei „TV total“ brachten nicht nur viele Schlagerfans zu René und in die "Drehscheibe"; auch die anderen TV-Sender berichteten über den selbsternannten "Schlagergott aus dem Kohlenpott". Der Westdeutsche Rundfunk widmete ihm eine Ausgabe der Reihe „Hier und heute“, er war Talkgast bei Arabella Kiesbauer und saß auf dem Sofa im „SAT1-Frühstücksfernsehen“. Mit der großen Schallplattenfirma Bellaphon schloss er einen Vertrag ab und das Album, das nun erstmalig bundesweit im offiziellen Tonträgerhandel erhältlich war, ist das Best-of-Album „Man nennt mich nur den Schlagergott“, das er ebenfalls kurz nach dem Erscheinen bei "TV total" vorstellte. Den Titelsong hat wiederum Dirk Brösing als Resumée auf seine bisherigen Karriere geschrieben. Obwohl das Stimmungslied beim Publikum besten Anklang findet, wurde es von den Rundfunkanstalten vehement abgelehnt: man wollte keine Werbung spielen und René sänge schon zu Beginn des Liedes die Namen der bekannten TV-Gesichter  Bärbel Schäfer, Andreas Türck, Vera, Birte und Hans Meiser.

 

Der Hamburger Sänger und Produzent Peter Sebastian wurde der Autor seiner nächsten Single „Irgendwann wird’s Liebe sein“ im Jahre 2004 und kam als Stargast im Rahmen seiner "Kneipen-Tour" zu einem Auftritt in die "Drehscheibe". Ein Jahr später folgten die Titel "Achterbahn fahr'n mit dir" und "Boulevard d'amour" sowie die Produktion eines Albums zum "20-jährigen Bühnenjubiläum 1986-2006", die ebenfalls bei Bellaphon erschienen. Mit der CD war René dann im Jahr 2006 ein weiteres Mal bei "TV total" zu Gast und traf zum wiederholten Male auf US-Popstar Pink, die in der gleichen Sendung auch eine neue CD vorstellte.

 

Mit seinem 2007er-Album "Jetzt erst recht!" beschritt René für jeden Hörer offensichtlich neue musikalische Wege und präsentierte sich poppig-modern im Discofox-Sound. Neuer Produzent im Team um René war Jack Price, der neben Neuaufnahmen seiner Klassiker "Lady Blue" und "Teufel Luise" - in letzterem wirkt er sogar als Sänger mit - auch viele der anderen Lieder des Albums arrangierte. Mit den Sängern Ray Miller und Tony Marony flog René wenig später nach Gran Canaria und zeichnete dort für RTL eine Folge der Serie "Endlich Urlaub!" auf, die 2008 ausgestrahlt und seitdem mehrmals wiederholt wurde.

René 2007 auf Gran Canaria für die RTL-Sendung "Endlich Urlaub" René 2007 auf Gran Canaria für die RTL-Sendung "Endlich Urlaub"

  Im August 2009 erschien René Pascals bisher letztes Album mit dem Titel "Es wär' so schön in Deinen Armen". An den Liedern des Albums wirkten sowohl den Fans von René Pascal altbekannte Autoren wie Dirk Brösing und Manfred Günter mit, aber auch  die Songschreiber einiger vorherigen Aufnahmen - Mario Mertens und Jack Price - steuerten Titel bei. René gelang mit diesem Werk eine interessante Mischung aus romantischen Schlagermelodien und tanzbaren Stimmungsliedern und insbesondere der Titelsong ist seit Herbst 2009 des öfteren im Radio zu hören.

 

2010 begehen Renés Fans in der "Drehscheibe" die Premiere seiner CD "Sechs Richtige mit Zusatzzahl", die vier neue Titel beinhaltet und erstmal seit 2001 wieder auf dem Label SunnyMusic, mit dem René auch zukünftig zusammenarbeiten möchte, erscheint.

 

Im November 2011 feiert René Pascal sein 25-jähriges Bühnenjubiläum mit einem neuen Album und mehreren Auftritten in Essen und Umgebung.